Betriebliches Gesundheitsmanagement (IHK)
BGM-Kompetenz für die Praxis
Betriebliches Gesundheitsmanagement ist mehr als die Organisation einzelner Gesundheitsmaßnahmen. Entscheidend ist, Gesundheit als strukturierten Managementprozess zu verstehen, klare BGM-Ziele zu definieren und Maßnahmen auf Basis betrieblicher Bedarfe systematisch zu planen und weiterzuentwickeln.
Der praxisorientierte IHK-Zertifikatslehrgang vermittelt Ihnen das fachliche Wissen und die konkreten Werkzeuge, um BGM im eigenen Unternehmen professionell aufzubauen, zu steuern und nachhaltig zu verankern. Dabei verbinden wir strategische Grundlagen mit Kennzahlen, Praxisbeispielen und dem direkten Transfer in den betrieblichen Arbeitsalltag.
Was Sie nach dem Lehrgang können
Nach Abschluss des Lehrgangs können Sie:
- BGM als strukturierten Managementprozess aufbauen und weiterentwickeln,
- betriebliche Ausgangssituationen und Bedarfe systematisch analysieren,
- konkrete BGM-Ziele und relevante Handlungsfelder definieren,
- rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen sicher einordnen,
- geeignete Kennzahlen sowie Früh- und Spätindikatoren zur Steuerung einsetzen,
- Maßnahmen der Verhaltens- und Verhältnisprävention bedarfsgerecht planen,
- Führungskräfte, Mitarbeitende und weitere Stakeholder gezielt einbinden sowie
- Krankenkassen und weitere externe Partner sinnvoll in den BGM-Prozess integrieren.
Die Lehrgangsinhalte
01 | BGM-Grundlagen & rechtliche Rahmenbedingungen
Sie lernen, Betriebliches Gesundheitsmanagement und Betriebliche Gesundheitsförderung fachlich voneinander abzugrenzen und BGM als systematischen Managementprozess zu verstehen. Darüber hinaus ordnen Sie zentrale gesetzliche, steuerliche und organisatorische Rahmenbedingungen sowie Verantwortlichkeiten im Unternehmen ein.
02 | Analyse, BGM-Ziele & Strategie
Sie lernen, die betriebliche Ausgangssituation systematisch zu analysieren, Handlungsbedarfe zu erkennen und daraus konkrete BGM-Ziele abzuleiten. Auf dieser Grundlage entwickeln Sie strategische Schwerpunkte für die weitere BGM-Arbeit.
03 | BGM-Strukturen & Projektmanagement
Wie wird aus einer Idee ein dauerhaft tragfähiger BGM-Prozess? Sie beschäftigen sich mit Rollen, Verantwortlichkeiten, Ressourcen, Steuerungsgremien und Projektabläufen und lernen, BGM sinnvoll in bestehende Unternehmensstrukturen zu integrieren.
04 | Kennzahlen, Steuerung & Evaluation
Sie lernen relevante Früh- und Spätindikatoren kennen und erfahren, wie Kennzahlen für Steuerung, Evaluation und Entscheidungsfindung genutzt werden können. Ziel ist es, BGM-Entwicklungen nachvollziehbar zu bewerten und ein praxisorientiertes BGM-Kennzahlencockpit aufzubauen.
05 | Maßnahmenplanung & Zielgruppenorientierung
Aus Analysen und BGM-Zielen müssen passende Maßnahmen entstehen. Sie lernen, Verhaltens- und Verhältnisprävention sinnvoll miteinander zu verbinden und Angebote an unterschiedliche Beschäftigtengruppen, Tätigkeiten und Arbeitsbedingungen anzupassen.
06 | Führung, Kommunikation & Beteiligung
BGM funktioniert nicht allein durch die verantwortliche Fachstelle. Sie beschäftigen sich damit, wie Führungskräfte, Mitarbeitende und weitere interne Stakeholder eingebunden werden und wie Gesundheitsthemen innerhalb der Organisation verständlich und zielgruppengerecht kommuniziert werden können.
07 | Kooperationen, Förderung & externe Partner
Krankenkassen, Berufsgenossenschaften und externe Dienstleister können wichtige Partner im BGM sein. Sie lernen, mögliche Förderansätze einzuordnen, geeignete Kooperationspartner auszuwählen und externe Leistungen professionell in den eigenen BGM-Prozess einzubinden.
Praxiswissen mit direktem Transfer
Der Lehrgang ist konsequent auf die Anwendung im betrieblichen Arbeitsalltag ausgerichtet. Sie arbeiten mit konkreten Praxisfällen und übertragen zentrale Methoden und Instrumente auf Ihre eigene Unternehmenssituation.
Dabei beschäftigen Sie sich unter anderem mit der Standortbestimmung bestehender BGM-Strukturen, der Definition konkreter BGM-Ziele, dem Aufbau geeigneter Kennzahlen sowie der bedarfsgerechten Planung und Bewertung von Maßnahmen.
Ein Bestandteil des Lehrgangs ist zudem die Arbeit mit einem praxiserprobten Analyseinstrument zur strukturierten Bewertung bestehender BGM-Strukturen. So entsteht während der Weiterbildung nicht nur fachliches Wissen, sondern eine konkrete Grundlage für die Weiterentwicklung des BGM im eigenen Unternehmen.
Für wen ist der Lehrgang geeignet?
Der Lehrgang richtet sich an Personen, die Betriebliches Gesundheitsmanagement aufbauen, koordinieren oder professionell weiterentwickeln möchten.
Besonders geeignet ist die Weiterbildung für Verantwortliche und Mitarbeitende aus Betrieblichem Gesundheitsmanagement und BGF, Human Resources und People & Culture, Personal- und Organisationsentwicklung, Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit, Projektmanagement und Controlling sowie Betriebs- und Personalräten.
Der Lehrgang eignet sich sowohl für Personen, die neu Verantwortung im BGM übernehmen, als auch für erfahrene Praktikerinnen und Praktiker, die bestehende Strukturen systematisieren und weiterentwickeln möchten.
Ihr IHK-Zertifikat
Nach erfolgreichem Abschluss besteht die Möglichkeit zum Erwerb des IHK-Zertifikats „Fachkraft für Betriebliches Gesundheitsmanagement“.
Damit dokumentieren Sie Ihre Qualifikation für die strukturierte Planung, Steuerung und Weiterentwicklung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements.
Förderung
Eine Förderung der Weiterbildung im Rahmen des § 20b SGB V kann grundsätzlich möglich sein. Ob und in welchem Umfang eine Förderung erfolgt, ist von den jeweiligen Voraussetzungen und der beteiligten Krankenkasse abhängig.
Gerne unterstützen wir Sie bei Fragen zur Einordnung möglicher Fördermöglichkeiten
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